Gesetzesänderung ermöglicht rechtssicheres Outsourcing in die Cloud

Die Situation rund um die Cloud-Nutzung klart auf Noch vor weni­gen Jahren begaben sich Ärzte bei der Aus­lagerung von IT-Dien­stleis­tun­gen in die Cloud rechtlich gese­hen auf unsicheres Ter­rain. Die bish­erige Recht­slage wurde teil­weise so gedeutet, dass ein Spe­ich­ern von Dat­en in ein­er Cloud außer­halb der Prax­is eine Geheimnisof­fen­barung darstellt. Damit wür­den Ärzte ihre Schweigepflicht nach §203 StGB ver­let­zten. Ander­er­seits wer­den Cloud-Dien­ste und externe Rechen­zen­tren in der Prax­is bere­its genutzt, zumal die prak­tis­chen Vorteile offenkundig sind. Nun klart sich die bish­er düstere Sit­u­a­tion rund um die Daten­wolke auf.

Gesetzesänderung im September 2017

Die Poli­tik hat spätestens im Jahr 2017 erkan­nt, dass Ärzte auf die Hil­feleis­tung ander­er Per­so­n­en, ger­ade im IT-Bere­ich, angewiesen sind. Ende Juni ver­ab­schiedete der Bun­destag ein Gesetz zur Neuregelung des Schutzes von Geheimnis­sen bei der Mitwirkung Drit­ter. Kün­ftig kön­nen Prax­is­in­hab­er mitwirk­ende Per­so­n­en, wie z.B. IT-Dien­stleis­ter und Mitar­beit­er von Rechen­zen­tren, auf die Schweigepflicht verpflicht­en (VerpflG). Die geschützten Dat­en dür­fen dann straf­frei an diese Dien­stleis­ter weit­ergegeben wer­den. Bish­er war diese gängige Prax­is mit rechtlich­er Unsicher­heit ver­bun­den, die nun aber beseit­igt ist.

Wie funktionieren Cloud-Lösungen?

Intel CompuStick als Zugang zur CloudIn Arzt­prax­en fehlt häu­fig der Platz zur sachgemäßen Unter­bringung eines Servers und der PCs. Cloud-Dien­stleis­ter übernehmen die Bere­it­stel­lung von Spe­icher­platz und Anwen­dun­gen. Anstatt in der Prax­is liegen die Dat­en in einem ent­fer­n­ten, gut gewarteten und aus­fall­sicherem Rechen­zen­trum. Über eine per­ma­nent beste­hende Inter­netverbindung greift die Prax­is per­ma­nent auf die Dat­en und Anwen­dun­gen zu. Dazu ist zwar auch ein PC notwendig, dieser braucht aber wesentlich weniger leis­tungs­fähig zu sein. Deshalb reichen auch extrem kleine und energies­parende PCs wie bspw. der Intel Com­pu­Stick aus. Dieser ähnelt einem USB-Stick und lässt sich direkt am PC-Bild­schirm anschließen. Dass die Dat­en und Anwen­dun­gen außer­halb der Prax­is betrieben wer­den, fällt im Prax­is­be­trieb nicht auf. Mod­erne Inter­netverbindun­gen sind schnell genug, sodass die Reak­tion­szeit­en nicht steigen, son­dern teil­weise sog­ar geringer aus­fall­en.

Vorteile von Cloud-Lösungen

Der mit Abstand größte Vorteil ergibt sich daraus, dass Sie sich nicht mehr um Ihre IT- oder EDV-Infra­struk­tur küm­mern müssen. Der Cloud-Anbi­eter stellt den rei­bungslosen Betrieb der Geräte und Anwen­dun­gen sich­er. Er wartet die Geräte, sichert Ihre Dat­en gegen Bedro­hun­gen aus dem Inter­net und fer­tigt automa­tisch Daten­sicherun­gen an. Außer­dem instal­liert er für Sie neue Anwen­dun­gen und aktu­al­isiert die Soft­ware. All dies kann in einem mod­er­nen Rechen­zen­trum wesentlich bess­er gewährleis­tet wer­den als in der bestaus­ges­tat­testen Prax­is. Sie haben viel mehr Platz in der Prax­is, weniger Ärg­er und sparen Stromkosten. Jed­er tut let­ztlich das, was er am besten kann.

Was Sie beachten sollten

Der Auswahl des Cloud-Dien­stleis­ters kommt große Bedeu­tung zu. Ärzte sind ange­hal­ten, den Dien­stleis­ter sorgfältig auszuwählen. Sie müssen außer­dem für die Verpflich­tung beteiligter Mitar­beit­er Sorge tra­gen. Ein geeigneter Dien­stleis­ter sollte entsprechend ver­trauenswürdig sein. Mit­tels ein­er ver­schlüs­sel­ten Verbindung zu einem deutschen Rechen­zen­trum stellt er notwendi­gen Spe­icher­platz und benötigte Anwen­dun­gen (Prax­is-Soft­ware, Büro-Soft­ware etc.) zur Ver­fü­gung, führt regelmäßige Sicherun­gen durch, ermöglicht die Anbindung der Geräte in der Arzt­prax­is und garantiert für eine hohe Ver­füg­barkeit.

Bei Nutzung von Soft­ware aus der Cloud kommt der Inter­netverbindung der Prax­is eine entschei­dende Bedeu­tung zu. Da alle Dat­en und Anwen­dun­gen im ent­fer­n­ten Rechen­zen­trum betrieben wer­den, ist eine beste­hende Inter­netverbindung unbe­d­ingt notwendig. Der entsprechende DSL-Anschluss sollte also aus­re­ichend schnell aus­gelegt und zuver­läs­sig ver­füg­bar sein. Den­noch emp­fiehlt es sich, eine Back­up-Lösung zu instal­lieren. Hier­für sind sog. LTE-Router (wie z.B. die FRITZ!Box 6840 LTE) geeignet, welche die Inter­netverbindung anstatt über den DSL-Anschluss über das LTE-Mobil­funknetz auf­bauen. Kommt es zu einem Aus­fall der DSL-Verbindung, lässt sich die Prax­is-IT über das unab­hängige Mobil­funknetz aufrecht erhal­ten.

Innovativer Schritt in die Zukunft

Noch immer wird die Cloud-The­matik im Gesund­heitswe­sen mit großer Skep­sis betra­chtet. Das Medi­ene­cho auf die entsprechende Geset­zesän­derung fiel ger­ing aus. Dies mag auch daran liegen, dass Anbi­eter von Praxis­soft­ware den Verkauf der Hard­ware an die Prax­is als Bestandteil ihres Geschäftsmod­ells betra­cht­en. Doch inno­v­a­tive Cloud-Lösun­gen erle­ichtern den All­t­ag in der Prax­is enorm. Wichtig für einen rei­bungslosen Betrieb sind in erster Lin­ie die Ausw­al des Cloud-Dien­stleis­ters und die richtie Kon­fig­u­ra­tion in der Prax­is inkl. Back­up-Lösung für die Inter­netverbindung. Wir unter­stützen Sie gerne beim Schritt in die Cloud!

ger­ingfügig aktu­al­isiert am 03.01.2019

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