Software-Updates sind auch bei stabilen Systemen notwendig

Im Mai 2017 legte ein weltweit­er Hack­er-Angriff zahlre­iche PCs lahm. Begün­stigt wer­den solche Angriffe dadurch, dass viele Benutzer Ihre PC-Sys­teme unzure­ichend aktu­al­isieren. Da sich Schad­soft­ware oft­mals automa­tisch ver­bre­it­et, kann diese poten­ziell jeden ver­net­zten PC angreifen. Damit sind auch PCs in Arzt­prax­en solchen Angrif­f­en grund­sät­zlich aus­ge­set­zt.

Software-Updates beheben Sicherheitslücken

In nahezu allen Pro­gram­men ver­steck­en sich unge­wollte Sicher­heit­slück­en, die Angreifer irgend­wann ent­deck­en. Dies bet­rifft Betrieb­ssys­teme (wie bspw. ver­schiedene Win­dows-Ver­sio­nen) genau­so wie gewöhn­liche Bürosoft­ware (wie bspw. Microsoft Office) oder spezielle Arzt­sys­teme. Sobald die Lück­en bekan­nt sind, ver­suchen die Her­steller der PC-Sys­teme diese zu schließen. Sie pro­gram­mieren die Sys­teme dazu um und veröf­fentlichen Updates mit dem verbesserten Code. Erst wenn PC-Nutzer diese Updates ein­spie­len, ist die Sicher­heit­slücke geschlossen und lässt sich von Angreifern nicht mehr aus­nutzen. Nehmen PC-Besitzer trotz bekan­nter Sicher­heit­slück­en keine Aktu­al­isierung vor, dann beste­ht die Sicher­heit­slücke weit­er.

Software-Systeme müssen unbedingt aktuell gehalten werden

In einem Inter­view für die Tagess­chau betont IT-Sicher­heit­sex­perte Schreiber nach­drück­lich die Notwendigkeit, Sys­teme ver­ant­wortlich zu pfle­gen und zu schützen. Er ver­gle­icht PC-Sys­teme hier­bei mit Aufzü­gen, für die eine geset­ztliche Wartungspflicht beste­ht. PC-Nutzer sehen oft­mals von notwendi­gen, sicher­heit­srel­e­van­ten Updates ab, solange alles prob­lem­los läuft. Beson­ders Ärzte in niederge­lassen­er Prax­is, die sen­si­ble Dat­en ver­ar­beit­en, soll­ten sorgsamer agieren. Grund­sät­zlich soll­ten Sie jegliche Soft­ware durch das unverzügliche Ein­spie­len von Updates stetig aktu­al­isieren.

Ältere Systeme sind besonders anfällig

Beson­ders gefährdet sind ältere Betrieb­ssys­teme, wie beispiel­sweise das beliebte Win­dows XP. Das Sys­tem wurde im Jahr 2001 veröf­fentlicht und gilt daher in der schnel­llebi­gen PC-Branche bere­its als uralt. Gegen mod­erne Angriffe bieten solche Sys­teme keinen aus­re­ichen­den Schutz. Beson­ders prob­lema­tisch ist die Tat­sache, dass die offizielle Wartungspe­ri­ode für Win­dows XP bere­its am 8. April 2014 endete. Das bedeutet, dass der Her­steller Microsoft selb­st bei Bekan­ntwer­den neuer Sicher­heit­slück­en kein­er­lei Aktu­al­isierun­gen mehr zur Ver­fü­gung stellt. Es ist also unmöglich, solche Sys­teme aus­re­ichend zu schützen. Die Wartungszyklen der Win­dows-Betrieb­ssys­teme kön­nen direkt bei Microsoft einge­se­hen wer­den.

Es reicht nicht, dass ein System problemlos läuft

Let­ztlich erweist es sich als Fehler, Sys­teme kom­plett unberührt zu lassen, solange diese rei­bungs­los laufen. Sie soll­ten Soft­ware-Updates zur Erhöhung der Sicher­heit stets zeit­nah ein­spie­len. Sys­teme, für die Her­steller keine Updates mehr anbi­eten, soll­ten Sie bald­möglichst erset­zen. Sehen Sie es pos­i­tiv: Aktu­al­isierun­gen brin­gen häu­fig auch nüt­zliche neue Funk­tio­nen oder Per­for­mance-Verbesserun­gen mit sich. Im Rah­men unseres Prax­is-Checks iden­ti­fizieren wir gerne den konkreten Hand­lungs­be­darf bei Ihren Sys­te­men!

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